Landgang auf Bornholm

Sanft wiegt das Schiff hin und her zwischen den sicheren Landleinen zum Holzsteg. Die Sonne färbt sich zunehmend orange, dann rötlich. Bald wird sie untergehen und im Hafen von Nørrekås wird es ruhiger. Die Kinder, die noch bis vor kurzem hier badeten, müssen heim und die letzten Boote haben angelegt. Der warme Ostwind streichelt die Seele. Ein wunderbarer Tag geht zu Ende.

Heute war Landgang. Helmut und Kerstin fragten mich, ob ich Lust auf einen gemeinsamen Ausflug quer durch Bornholms Landschaft habe. Klar habe ich das, und wir mieteten uns ein Auto für einen Tag. Um 9 Uhr fuhren wir los und umkreisten die Insel im Uhrzeigersinn. Kerstin war gut vorbereitet und hatte einige interessante Hotspots parat und Navi sei Dank haben wir auf diese Weise Bornholm von seinen schönsten Seiten kennengelernt.

Ob in «Jons Kapel», einer Höhle in den Klippen des Westufers, in der einer Sage nach der Einsiedler Jon gelebt und gepredigt haben soll, oder auf der mächtigen Burgruine von «Hammershus», die Natur überwältigte uns immer wieder mit ihrem farbenfrohen Spektakel. Hammershus war eine Ritterburg, deren erste Erwähnung bereits auf 1500 zurück geht. Wer hier Burgherr war, hatte ausgesorgt!

Barney und Hansen hatten ausgiebig Gelegenheit, sich auszutoben. Nicht nur der unbändige Spieldrang der beiden, sondern auch die aussergewöhnliche Hitze von 30 Grad machte den beiden zu schaffen. Heute schläft Barney gut!

Barney mit seinem Freund Hansen

Dazwischen machten wir Halt in den schmucken Fischerdörfchen rund um die Insel und rekognoszierten die Häfen. Es sind fast ausnahmslos sehr kleine, ehemalige Fischerhäfen. Da die Fischindustrie längstens in ganz anderen Dimensionen funktioniert, dienen sie heute als Yachthäfen. Auf der Ostseite der Insel werden die Häfen mit Toren geschlossen, wenn ein Sturm aus Osten die zum Teil in den Stein gesprengten Häfen zu sehr aufzuwühlen droht. Wenn man dann mit dem Schiff raus will, geht das nicht. Schlimmer ist es, wenn man rein will, und nicht darf. Man muss also gut überlegen, wohin man will und immer eine Alternative bereit haben.

Eine Alternative, die übrigens auch ich gestrichen habe, ist der Besuch von Christiansø. Dieses Minieiland knapp nordöstlich von Bornholm, nur gerade 28 Seemeilen von Rønne entfernt, wollte ich unbedingt besuchen. Es besteht aus zwei Inseln, die durch einen schmalen Kanal getrennt sind. Leider entfällt das, weil Hunde dort nicht erlaubt sind.

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